„Vielleicht wären wir zufriedener, wenn wir nicht immer das vermissen würden, was gerade nicht da ist.“
Nach einer langen sonnigen und trockenen Zeit hörte ich immer wieder: „Endlich müsste es einmal regnen. Die Natur braucht es. Es ist viel zu trocken.“
Dann kam der Regen. Und mit ihm die Kälte. Plötzlich hörte ich: „Was für ein mieses Wetter.“
Ich musste darüber schmunzeln.
Solange die Sonne scheint, fehlt uns der Regen. Wenn es regnet, fehlt uns die Sonne. Unser Blick wandert erstaunlich schnell von dem, was gerade da ist, zu dem, was gerade nicht da ist.
Vielleicht geht es dabei gar nicht nur ums Wetter. Vielleicht machen wir das auch in vielen anderen Bereichen unseres Lebens. Wir wünschen uns etwas – und kaum ist es da, richtet sich unser Blick schon wieder auf das Nächste, das uns fehlt.
Vielleicht beginnt Zufriedenheit manchmal einfach damit, wahrzunehmen, was gerade da ist.